Hirngemeer

by TODESSTOSS

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Bob This isn't crazy for crazy's sake, it's crazy because it's honest, and for that it sounds brilliant. I thought I would find this album hard to get into, but in fact it gripped me almost immediately and after 75 minutes I only wanted more! Favorite track: Narbenkaefig.
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CD in jewel case, housed in a cardboard slipcase. 20-page full color booklet complete with lyrics

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Lead by German musician, poet and painter Martin Lang, TODESSTOSS (in German, “Deathblow”) have always been a trapdoor to weird places beyond our common, boring existences. They have walked through the 2000’s refusing musical stereotypes in favor of a surreal, lunatic and experimental dark metal language that with “Hirngemeer” - their 7th and best work to date - finds a perfect balance between the early days’ depressive black metal tendencies and the more psychotic nature of the last years’ offerings.

Spiritually not so distant from acts like Burzum, Bethlehem, Urfaust or Circle Of Ouroborus, TODESSTOSS use black metal, dark rock and electronic ambient like colors on big canvas, painting a hallucinating scenario of mental ruins. A theatrical stage where their nightmares and fears materialize to perform a tragedy of insanity and despair. It’s a Theatre of the Absurd, emphasized by anguishing screams, bizarre lyrics, and black metal riffs menacingly suspended in the air like clouds of locusts, attracted by the cold and primitive dark-wave pulse of the rhythm section.

“Hirngemeer”, a non-existing term made by the German words “Gehirn” (brain) and “Meer” (sea), is the spectacle of a mental collapse and decomposition; a barefoot walk on a carpet of shattered mirrors, each fragment reflecting distorted images of the self. In its 3 massive tracks, TODESSTOSS orchestrate an ever-flowing stream of consciousness, juxtaposing frightening black metal and dark electro-rock, the funereal pace of doom and unexpected parenthesis of placid psychedelia that alleviate the tension.
Despite some recurring themes and memorable melodies, nothing lasts for long, but everything concurs to make of "Hirnegemeer" a surrealistic, almost metaphysical experience, a disorienting and disturbing bacchanal of conflicting emotions.

credits

released September 25, 2015

TODESSTOSS is:

Martin Lang - Guitars, synth, percussion, harmonica, lyrics, visual art
Flesh Of L. - All vocals and vocal lines
Euer Gnaden - Bass and bass composition

Mixed and mastered by Martin Lang

Cat. N. IVR045

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I, Voidhanger Records Italy

Obscure, unique, and uncompromising visions from the Metal Underground.

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Track Name: Verwehung
Zupfgenelkte Hirnverlottung
Stutzgefriemel fickgezerrt
Flupf, flupf, ...
Ich scheide aus Gehirn
Kopf-Anußgeburt mit Widerhaken,
rülpse Weisheit in Näpfe mit Fett
Aus Leichenwasser läßt kein Aug’ sich sieben
Es schnattert Wurm im Wind und wirft mit Angst
Mir Nadeln ins Gesicht
Gespicktes Wesen lacht laut Blut
In Hungerhumpen

Schlapfend in absentia
Verwehung meines Geists
Rilllllllllllt mich an, Fieberbestien
Aus nimmerdichten Denkdosen
Im Busen Stein’ liebkosend brüt ich Eise wohl
Lose aus Gedankskelett, atme mit dem Sehorgan
Farben in die Lung’ballone, Speicher sauren Stoffs!

Glotz Gerüche, scharf wie Seide, matt wie Brot
Lins’ Gestank nach Farbenkot
Beaugapfelt Grau im Schattenduft...

Degustiere Klanggerichte, schmeck der Worte grelle Kunde
Ein Nachhall tief im Rachenmunde
Schlunde Schall, klaftertiefer Fall zur Säuregrube Ruh...

Perzipiere Bitterkeit mit Knorpelmuscheln
Schleimend Süße hör ich tuscheln &
Schärfe klingt wie rote Wolle...

Schrullgepuffter Uhr-ve-weg, zerdottert ist mein Traumatasten
In Lüfte duckend stülp ich mich von Erde, in
Wolkenhirne huschelnd, denn Nadel ist das Ich &
mein Hirnhaufen die Welt ––
Track Name: Narbenkaefig
Himmelschreiend wölbt graue See harschende Gesichter
Auf zuckerschaumge Wogen
Stumm dringen Antlitze samt feurig-fernem Paar durchnässter Lichter
Mit klagend Blick herauf zu Strandeslogen,
Käfigen en masse, in weitem Bogen an der Küst’
Gelegen, ein jedes sinnt zu finden sein einstiges Gerüst,
und weil sich alle gleichen, birgt das schauerliche Spiel
algenen Verdruß und Frust
wie toten Fisch
nachgerade droht der Kursverlust

Doch mit Geduld Versunkener, auf farbenlosem Wind
Trifft entsprechend dem Geschicke,
auf nämlich würfelförmiges Gestänge das Gesicht, sind
unzählge Paare abermals beisammen, Augenblicke
salziger Würze, Wiedertod ersäuften ’zeitenkinds,
Fangarmbande vormalger Körperstricke

Als blickten sie durch stumpfes Glas, wird zugehör’ger Käfig
Samt trockengramem Inhalt scharf bemustert, rührend und zerbrechlich
Streifen schiefergraue Hände, Ammoniten gleich, über Rost,
Robustes Gitterwerk, dem Narbenkäfig, in welchem sträflich
Hockt auf einem Thron aus Sand und Muschelschale, das vertraut Gerüst,
das frühere, als Puppenstarr-Skulptur aus Knochen, des Menschphantoms
geliebt’ Skelett! –
Mit Erinnerung in Luft zersetzt, heult Sturm in roter Farbe,
im Andenken tanzen Fluten Zuckersäulen, Gestänge weißen Wiederschauns!
Protokoll führt steinern Veste, mit verregnet’ Fingern und felsenfremdem Zittern ––
Es summen Stimmen wie Insektenschwärme aus schlapfend feuchten Mündern fleischlos
Durchweg eindringlich – gewaltig gleich Gewittern

Der bewegend’ Dialog beginnt im Einzeln:
„Beileibe, allzu spät, kommt meine Büttenrede!
Vor etlichen von Jahren hätt ich sagen solln:
Fahr doch mal die Fäuste aus
Stopf wieselnde Geschmatze niedren Seelenmauls
Es lacht Dich sonst Dein Schatten aus
Streu Vermizid, Du Erdenfresser
An roten Feuerrohren hangelnd, Gerneklug,
Geophage, weiße Messer
Träumend zu erdolchen dies Geschäker-Ich in Stufen!
Narbenkreatur, was hast Du nur den Schlüssel
deines Seins – die Seel’ – im Sand vergraben
Dich sinnlich-körperlich gesperrt in Käf’ge, toteiserne Refugien,
den Wellen nur Dein Rückgrat zeigend,
lauschend tosend See, im Sande spielend,
leugnend selbsterwählte Zellen-Enge!“

Indes keine Regung folgt, die Himmel selbst sind Zeuge
Aus desolaten Augenhöhlen lachen Krebsgetiere
Ihre Zangenscher’n wetzend an Salzesbällen, zur Neige
Ging lange schon das sinnlich-tumb Gestiere
Einstger lebhaft Augenpaare, vom Hingang abgeastet
Wehes Ziehen vom Meere her, es brandet Bö durch Gitterkästen
Aufzurütteln erstarrt-entseelte Rippenhäftlinge – sinnlich fastend,
fruchtlos Energien der Elemente mästend …

Gemeinschaftliches Jaulen, Nachruf rasselnd Kettenfirmaments!
Wehklage en bloc, schrill, fortissimo prallt ab Phon an Schädeldecken
Inhaftierten Arrangements
Zusammenkunft maritimen Geistgerichts wird tausendfach Tumult,
Wirbelwispern, Akustik-Aufschüttung scharenweisen Monologs!
Die greulicheVerzerrung bittstellender Gesichter,
abgeprallt-vergeblich war ihr drängend Totenkult! ––

Es folgt der Rückzug in den Ozean der Gräue, angefault an Seele
Stinkt wie aasig’ Algenbrei diese Schlingen-Reue
Rot wetzt der Horizont aus Steineswolken einen letzten Tropfen Blut,
Im Sand versinkend und im Narbenkäfig darbend stiert unbewegt Skelett ––

Im nächsten Leben, da wird alles gut! ––
Track Name: Strom der Augenblicke
Aus Schattenvenen schlüpft ein Schmetterling
Gleit gen Augenlichter, Funke Zauberlehrling
Entfessele das Ketten-Ich
Im Weltorganetobekosmos ätherisch’,
Bahn durch Nebel der Verletzlichkeit kristallne Wege
Dir laß folgen mich & hechten von entlegner Kapselstiege
In die Augenwelt des Aliens
Wo Glücksgehirne Lichter zeugen –
Auf zarter Seele Folien